Aktuell in Schwäbisch Gmünd - unser Hitzeschutzkonzept
Hitzeschutzkonzept für den ambulanten Pflegedienst
1. Zielsetzung
Ziel dieses Hitzeschutzkonzeptes ist der Schutz der Gesundheit unserer Klientinnen und Klienten sowie unserer Mitarbeitenden während Hitzeperioden. Durch geeignete Präventionsmaßnahmen sollen hitzebedingte Gesundheitsrisiken frühzeitig erkannt und vermieden werden.
2. Geltungsbereich
Dieses Konzept gilt für alle Mitarbeitenden des ambulanten Pflegedienstes sowie für alle versorgten Klientinnen und Klienten.
3. Risikogruppen
Besonders gefährdet sind:
* Menschen ab 65 Jahren
* Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
* Menschen mit Demenz
* Personen mit Diabetes
* Menschen mit eingeschränkter Mobilität
* Alleinlebende Personen
* Klienten mit eingeschränktem Durstempfinden
Diese Klienten erhalten während Hitzeperioden besondere Aufmerksamkeit.
4. Aufgaben der Pflegekräfte
Bei jedem Hausbesuch achten die Mitarbeitenden auf:
* ausreichende Flüssigkeitsaufnahme
* Raumtemperatur und Wohnraumsituation
* Allgemeinzustand des Klienten
* Anzeichen einer Dehydrierung
* Kreislaufprobleme
* Veränderungen des Bewusstseins
Auffälligkeiten werden dokumentiert und gegebenenfalls an die verantwortliche Pflegefachkraft weitergegeben.
5. Maßnahmen bei Hitze
* Flüssigkeitsversorgung
* Klienten regelmäßig zum Trinken motivieren.
* Getränke sichtbar und griffbereit bereitstellen.
* Trinkpläne bei gefährdeten Personen führen.
* Angehörige über die Bedeutung ausreichender Flüssigkeitsaufnahme informieren.
* Wohnraumanpassung
Empfehlung an Klienten:
* Früh morgens und nachts lüften.
* Fenster tagsüber geschlossen halten.
* Rollläden und Vorhänge schließen.
* Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
* Ventilatoren sicher einsetzen.
* Ernährung
Empfehlung leichter Kost:
* Obst
* Gemüse
* Salate
* Joghurt
* Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt
6. Anpassung der Tourenplanung
Während angekündigter Hitzeperioden sollen nach Möglichkeit:
* körperlich belastende Tätigkeiten in die Morgenstunden gelegt werden
* zusätzliche Kontrollbesuche bei Risikoklienten erfolgen
* Telefonkontakte zur Befindlichkeitskontrolle genutzt werden
7. Schutz der Mitarbeitenden
Der Pflegedienst stellt sicher:
* ausreichende Getränke für Mitarbeitende
* klimafreundliche Dienstkleidung
* Nutzung klimatisierter Fahrzeuge soweit vorhanden
* Anpassung von Arbeitsabläufen bei extremer Hitze
8. Warnzeichen für Hitzebelastung
Mitarbeitende achten auf:
* Schwindel
* Kopfschmerzen
* Verwirrtheit
* Ungewöhnliche Müdigkeit
* Trockene Haut oder Schleimhäute
* Niedrigen Blutdruck
* Übelkeit
9. Maßnahmen im Notfall
Bei Verdacht auf hitzebedingte Gesundheitsstörungen:
* Klienten in eine kühlere Umgebung bringen.
* Flüssigkeit anbieten, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen.
* Kühlende Maßnahmen durchführen.
* Pflegefachkraft informieren.
* Angehörige benachrichtigen.
* Bei akuten Beschwerden Rettungsdienst (112) verständigen.
10. Information von Klienten und Angehörigen
Zu Beginn der Sommerperiode erhalten Klienten und Angehörige Informationen zu:
* ausreichender Flüssigkeitsaufnahme
* Wohnraumkühlung
* Sonnenschutz
* Erkennen von Warnzeichen
11. Schulung der Mitarbeitenden
Alle Mitarbeitenden werden jährlich zu folgenden Themen geschult:
* Gesundheitsrisiken bei Hitze
* Dehydrierung erkennen
* Präventionsmaßnahmen
* Notfallmanagement
Die Schulung wird dokumentiert.
12. Evaluation
Das Hitzeschutzkonzept wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.
